Monitor kalibrieren unter Linux (Mint)
In vielen Linux-Distributionen gibt es keine Möglichkeit (GUI), die Farben und das Gamma des Displays einfach anzupassen. Im folgenden daher ein Vorgehen, um Abhilfe zu schaffen.
Die Einstellungen sollten bei gedämpftem Licht, welches etwa die gleiche Farbtemperatur wie das Display aufweist (meistens 6000-6500 Kelvin / Tageslicht, Schatten) vorgenommen werden.
Wichtig. Um die Einstellungen zu kontrollieren, muss diese Grafik verwendet werden (.png ca. 1150x650 Pixel). Sie muss mit 100%, dass heisst, sie darf nicht skaliert dargestellt werden.
Monitor-Testbild
(1) Monitor-Gamma. Idealerweise sollte beim Wert 2.2 die gestrichelte und die durchgehend graue Fläche gleich hell wahrgenommen werden.
(2) Schwarz- und Weisswert. Es sollten möglichst alle weissen und schwarzen Ziffern erkennbar sein. Bei vielen günstigen Displays wird dies erst ab den Ziffern 2 bis 3 möglich sein.
(3) Mittleres Grau. Die gestrichelte und die durchgehend graue Fläche sollten gleich hell wahrgenommen werden. Wird der vertikale Blickwinkel verändert, kann die Blickwinkelstabilität des Displays kontrolliert werden.
(4) Gammawerte Farben. Hier gilt das selbe wie bei Punkt (3). Die gestrichelten und die durchgehenden Flächen sollten mit der gleichen Helligkeit wahrgenommen werden.
Starter erstellen
Damit die Befehle nicht jedesmal im Terminal eingegeben werden müssen .. nach Rechtsklick auf dem Desktop kann die Option Starter erstellen gewählt werden. Mit folgenden Angaben können die Gammawerte angepasst werden.
sudo xgamma
-rgamma x.xx / Angabe für den Rot-Kanal (z.B. 1.05)
-ggamma x.xx / Angabe für den Grün-Kanal ( )
-bgamma x.xx / Angabe für den Blau-Kanal ( )
Die Monitor-Helligkeit sollte i.d.R. zwischen 60-80% liegen.
Nach Doppelklick auf das Starter-Sympol auf dem Desktop öffnet sich das Terminal. Nach Eingabe des persönlichen Passwortes (und Return) schliesst sich das Terminal und die Änderungen werden übernommen.
Mit dieser Methode muss nach einem Neustart der Starter erneut ausgeführt werden.
Es kann sinvoll sein verschiedene Starter mit unterschiedlichen Angaben zu erstellen.
Da Displays von mobilen Geräten vielfach sehr farbig und (zu) kontrastreich eingestellt sind, wirken Bilder, die möglichst viele Schwarz- und Weisswerte darstellen, auf solchen Displays oft etwas flau und langweilig. Ausprobieren ist also angesagt.







